Ob Pilz oder Schwammerl – wir Wilden von der Wilderin lieben die kleinen Früchte des Waldes einfach abgöttisch. Mal als Zutat zu bissfester Pasta oder dem einen Korn. Mal gebraten oder in alter Tradition gebacken und mit Preiselbeeren kredenzt. Mal als dünn geschnittene Vorspeise oder als magenfüllende Hauptspeise schön eingekocht. Der ausklingende Frühling, besser der beginnende Sommer sind waldtechnisch und kulinarisch gesehen für uns eine spannendsten Jahreszeiten an- und abseits des Tellers.

Weil, ja weil es einfach is wie es is. Letztes Jahr noch mit der Sense bewaffnet in den Wald gegangen um die Eierschwammerlernte einzufahren – keine Spur von großartigem Suchen oder gar einem Schneider. Heuer zugleich mal mit einem fetten Schneider nach Hause gekommen. Kommen’s früher oder später, kommen die Eierschwammerl im ersten Wurf überhaupt noch, oder müssen wir auf den zweiten Wurf im ausklingenden August warten. Und überhaupt: Wie wird es heuer mit den Pilzen ausschauen – wirds so wunderbar sackerl- und magenfüllend wie vor drei Jahren. Oder regiert Meister Schmalshans wie im letzten Jahr. Man weiß es einfach nicht, lassen wir uns überraschen.

Genau diese Unwissenheit, diese kulinarische Unsicherheit ist ja immer was wunderschönes. Würdest immer in den Wald gehen, und würdest schon vorher wissen, was Dich erwartet wäre die Freude über das dann gesehene ja einfach nicht wirklich so schön. Und selbst wennst mal im Wald nicht das Erwartete, Erhoffe siehst – kannst Dir ja immer noch etwas anderes Gutes schnappen. Wie im Wald, so auch am wilden Teller.