Nachdem die Wilderin mittlerweile unter die – hoffentlich im Laufe der Zeit als erfolgreich bestätigten – Gärtner gegangen ist, ist die Freude über das frühlingshafte Wachstum der Pflänzlein natürlich nochmals größer. Denn auch wenn das wilde Garterl wohl eher unter Liebhaberei als unter vitaminreicher Grundversorgung fällt, ist die emotionale Bindung zum frischen Grün noch ein wenig höher. Dementsprechend erfreut sind wir dann auch über die Profis am Feld, die die Küche mit allerlei Frühlingsboten versorgen.

Allen voran natürlich all das frische Grün. Der Vogerle gesellt sich zum Rucola, der Bergspargel zur Kresse und das mit roten und weißen Knollen versehene Grün der Radis zum ersten Blattsalat der Saison. Nach den vom Lagergemüse dominierten Wintermonaten können so selbst die überzeugtesten Fleischfresser mit den zarten, frischen Geschmäckern der wärmenden Jahreszeit überrascht werden. Weil so ein Radieschenbrot ist schon was immens feines, und die erste Riesenschüssel grünen Salats des Jahres ein nur schwer zu toppender Genuss.

Doch bevor die vegetarischen Lobeshymnen jetzt überhand nehmen, das erste frische Grün der Saison ist ein perfekter Gaumenschmaus, aber für viele dann doch noch ein wenig perfekter, wenn es mit dem ein oder anderen Fleischgenuss kombiniert wird. Spinat – ob als g‘sottener Blatt zum ebensolchen Tafelspitz oder cremig zum Knacker – erfreut nicht nur Popeye, Bergspargel ist umhüllt in feinstem Vulcano-Schinken dann doch noch eine Spur verführerischer oder simples Grün-Pesto zum gebratenen Schweinderl einfach nur perfekt. Es ist Frühling, es darf wieder kombiniert werden – denn auch in der Küche dominieren ab sofort die Frühlingsgefühle.