Die Frische im Schatten, die fallenden Blätter und die ersten Gedanken an das Aktivieren der eigenen Heizung lassen es wohl mehr als nur deutlich erahnen: Der Herbst ist da – Adios Sommer (auch wenn Du heuer ein nicht wirklich braver warst). Was zugleich auch bedeutet: Jetzt geht es kulinarisch nochmals so richtig ab – willkommen herbstliche Geschmacksvielfalt.

Als erstes natürlich deswegen, weil in der immer kühleren Jahreszeit die heimischen Almen ihre Pforten schließen und nicht nur die Almbewirtschafter, sondern vor allem die sommerlichen Almbewohner wieder ins Tal kommen. Almochsen, Almschweindl, Jahrlinge, Fohlen, Kälber und, und, und wandern einige hundert Höhenmeter tiefer und erfreuen mit ihrem Marsch nicht nur den ein oder anderen Herrn Karl-Friedrich sondern vor allem auch unser Küchenteam Alex & Maria. Frisches Fleisch – mehr oder weniger – direkt vom Berg – Koch und Küche, Teller und Gaumen dürfen aufjauchzen. Der herbstliche Geschmack ist vor allem auch ein richtig satter Fleischgeschmack.

Doch auch unsere mehr oder weniger überzeugten Vegetarier können in der dritten Jahreszeit des Jahres aus dem vollen schöpfen. Bevor irgendwann der Weg zum reinen Wintergemüse nicht mehr aufzuhalten ist öffnen die heimischen Felder nochmals das volle Füllhorn. Da braucht man noch nicht mal wirklich an den klassischen Herbstkürbis denken – Paprika, Kohlrabi, Brokkoli, Bohnen, Fisolen und sogar Tomaten geben noch mal ein kräftiges Lebenszeichen von sich und können entweder als Hauptdarsteller oder als charmante Begleitung der einstigen Almbewohner ihre Stärken ausspielen. Um nach und nach von den klassischen Herbst- und kommenden Wintergemüsen abgelöst zu werden. Somit darf, muss oder soll man auch kein großes Kind der Traurigkeit sein, dass der Sommer keiner war – der Herbst schmeckt sowieso noch um einiges besser.