Es wäre wieder mal so weit: die Wilderin in der Innsbrucker Altstadt hätte eine volle Küchenstelle zu vergeben.

Seit nunmehr über neuneinhalb Jahren kocht die Wilderin aber sowas von brutal regional und saisonal. Ohne Schlagworte, sondern wirklich im Ernst. Also mal ganz kurz (sic!):

Wir kennen all unsere Produzenten der von uns genutzten landwirtschaftlichen Produkte persönlich.

Wir kennen ihre Höfe, wir kennen ihre Tiere, wir kennen ihre Felder, ihre Ställe, ihre Beete und ihre Seen.

Wir kennen unser Essen ganz genau.

Wir wissen, wie grenzgenial eine alte Kuh schmeckt. Wie sich ein Fohlenbackerl zur Perfektion verarbeiten lässt, welches fette Teil vom Duroc Schweindl das steilste ist und warum ein kastrierter Hahn geschmacklich zwar hochinteressant, aber moralisch einfach nicht vertretbar ist. 

Wir schätzen die Saisonalität des alpinen Gemüses. Ob die herausfordernd karge Zeit im ausklingenden Winter oder die Hülle und Fülle im Hochsommer – ob die Frucht aus dem Paradies, den Sellerie als Knolle oder Stange, mit oder ohne Erde und auch gerne mal krumm.

Unter dem Strich einfach: Die von unseren Bauern, Landwirten, Fischern und Gärtnern produzierten Lebensmittel sind unsere geschmacklichen, optischen und moralischen Hauptdarsteller am und um den Teller – unsere Damen und Herren rund um den Herd sind die Regisseure, die sie „einfach“ in geschmacklicher Perfektion in Szene setzen.

Und weil unser Thomas nun seine hochbegabten Kochlöffel gegen die meisterliche Küchenschulbank tauschen wird, ist mehr oder weniger ab sofort ein Platz in der Küche frei.

Was wir mal im Kopf hätten: Nicht unbedingt den Pinzetten-Schäumchen-Molekular-Kochzugang – vielmehr ehrliches, hochklassiges Kochhandwerk. Oder wie gerne von uns bezeichnet: Großmutters Küche im 21. Jahrhundert mit dem Mut, sich auch von Rezepten aus der ganzen Welt inspirieren zu lassen. Gekocht wird halt ausschließlich – und das ohne Kompromisse – mit Zutaten aus der alpinen Region.

Na oisdann. Jetzt bist Du dran – zuvor noch wirklich kurz und knackig die Parameter:

Arbeitszeit: Nachmittags/Abends, 40 Stunden, vier bis fünf Tage die Woche.

Gehalt: Der Wilderin kostet ein Vollzeitkoch mal gute 3.400 Euro insgesamt. Brutto verbleiben dabei bei der Vollzeitstelle in der Küche gute 2.600 Euronen – was mit all den Abzügen halt mal 1.800 Netto bei dementsprecheder Ausbildung, Leidenschaft und Hingabe bedeuten. Aber zumindest gibt es durch unser umsatzabhängiges Trinkgeld auch für die Küche noch ein durchaus ansehnliches Extra pro Monat dazu. Also ganz so schlecht ist das nicht…

Arbeitsumfeld: Kleine, fein modernisierte Altstadtküche. Zwei grandiose Kochhandwerker sind im Küchenteam ebenfalls vor Ort. Dezent verrücktes Serviceteam ebenso. Wilde Chefin sowieso.

Start: Ab sofort oder bald mal.

Ende: Auf jeden Fall mal ein längerfristiges Engagement- die alpine Kulinarik, wie wir sie meinen, kann nie und nimmer nur eine Saison lang auf den Teller gebracht werden. Also ein paar Jährchen dürfen es schon sein.

Das war’s auch schon mit der Textflut – wir g’frein uns schon mal sakkrisch auf Dich. Am besten erreichst Du uns unter info@diewilderin.at.

So long – auf ein persönliches Kennenlernen,

Claudia und die Wilden der Wilderin